Der VbA bekommt Besuch aus Innsbruck

Am 17.9.2019 bekam der VbA Besuch Von einer Delegation aus dem österreichischen Innsbruck. Die hauptsächlich aus Menschen mit Behinderungen bestehende Besuchergruppe, wurde von einer Mitarbeiterin der Sozialbehörde des Landes Tirol begleitet.

Anlass für den Besuch waren zum einen Fragen zur Umsetzung von Persönlicher Assistenz in Deutschland und zum anderen zur Struktur des VbA und seiner Angebote. Unsere Mitarbeiterinnen Frau Zeiler von der Beratung der „Offenen Behindertenarbeit“ (OBA) und Frau Schön von der „Ergänzenden unabhängigen Teilhabeberatung“ (EUTB) zeigten zunächst eine Präsentation in der sie den Verein, seine Abteilungen, sowie die gesetzlichen und strukturellen Rahmenbedingungen für Persönliche Assistenz erklärten.

Im Anschluss daran, ergab sich ein reger Austausch über die unterschiedlichen Regelungen in den jeweiligen Ländern und deren Vor- und Nachteile in der Praxis.   So erfuhren unsere Beraterinnen beispielsweise, dass Arbeitsassistent*innen in Österreich nur über einen großen Dienstleister beschäftigt werden dürfen, Assistenz im Privathaushalt aber durchaus im Arbeitgebermodell organisiert werden kann. Andererseits scheint in Österreich keine Anrechnung des Vermögens vorgesehen zu sein. Diese Beispiele zeigen eindrucksvoll, wie unterschiedlich die Systeme in den beiden Ländern sind.

Ein weiteres Thema war außerdem die Gründung eines Vereins, der die Interessen der Assistenznehmer bzw. Arbeitgeber vertritt und ähnlich wie der VbA Dienstleistungen anbietet, die – wie beispielsweise der Lohnabrechnungservice – Beschäftigung von Assistenten im Arbeitgebermodell erleichtern und Menschen mit Behinderung in ihrer Selbstbestimmung stärken.

Es war ein für beide Seiten sehr interessanter Nachmittag, der mit einer Einladung nach Innsbruck endete.

Unsere Mitarbeiterinnen freuen sich auf den im nächsten Jahr anstehenden Besuch in Innsbruck und sind gespannt darauf, welche Möglichkeiten der Kooperation daraus entstehen können.

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