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Arbeit als persönliche Assistenz von Menschen mit Behinderung während Corona und danach

 

Die Corona-Krise trifft viele Arbeitnehmer und Selbstständige hart, viele werden arbeitslos, sind schon arbeitssuchend oder sind von Kurzarbeit betroffen. Da kommt die Tätigkeit als persönliche Assistenz von Menschen mit Behinderung gerade recht, denn gleichzeitig mit dem wegbrechen von Einkommensquellen oder mit niedrigem Kurzarbeitergeld, haben auch Menschen mit Behinderung große Probleme mit dem Ausfall von Assistent*innen wegen der Krankheit, Quarantäne oder Angst vor Ansteckung.

 

Was ist persönliche Assistenz überhaupt?

 

Menschen mit Behinderung benötigen je nach der körperlichen Einschränkung praktische Hilfen bei verschiedenen Tätigkeiten, um ein selbstbestimmtes Leben in der eigenen Wohnung führen zu können.

 

Die dazu erforderliche Assistenz suchen und organisieren die behinderten Menschen selbst. Sie führen Bewerbungsgespräche und stellen schließlich die am besten geeigneten Personen ein, die persönlichen Assistent/innen. Die behinderten Menschen organisieren neben der Einarbeitung und den Dienstzeiten der Assistenten/innen auch deren Bezahlung und die Abführung von Sozialversicherungsbeiträgen.

 

Sie übernehmen damit für ihre Assistent/innen die Arbeitgeber/innenfunktion. Daher spricht man bei einer selbst organisierten Assistenztätigkeit vom Arbeitgeber/innenmodell.

 

Die Tätigkeiten: Sind je nach den Bedürfnissen und der Art der Behinderung der Arbeitgeber/innen sehr unterschiedlich.

 

Meistens gehören jedoch die folgenden fünf Bereiche dazu:

 

•       Hilfe bei der Körperpflege (z. B duschen, kämmen, Zähne putzen).

•       Mobilitätshilfen (z.B. Hilfe beim Ein- und Aussteigen in den Rollstuhl).

•       hauswirtschaftliche Hilfe (z. B kochen und putzen).

•       Nachtbereitschaft (z.B. umlagern im Bett).

•       Begleitung bei Aktivitäten in Beruf und Freizeit.

 

Eine fachliche Pflegeausbildung oder ein pädagogisches Studium ist nicht notwendig. Die wichtigste persönliche Vorraussetzung für diese Arbeit ist vielmehr eine offene und nicht bevormundende Einstellung zu Menschen mit Behinderung.

 

Anstellung, Arbeitszeiten und Bezahlung?

 

Die Dauer und der Zeitpunkt Ihrer Arbeitszeit richtet sich nach dem Assistenzbedarf der behinderten Arbeitgeber/innen, der zeitlichen Flexibilität der persönlichen Assistent/innen und den jeweiligen Vereinbarungen mit den Arbeitgeber/innen.

 

Die Anstellung kann als sozialversicherungspflichtige Beschäftigung oder geringfügige Beschäftigung (Minijob) etc. erfolgen. Der Bruttostundenlohn für persönliche Assistent/innen ist bundesweit nicht einheitlich. Er richtet sich nach den Zahlungssätzen der zuständigen Kostenträger.

 

Haben wir Ihr Interesse geweckt?

 

Besuchen Sie uns gerne auf unserer Assistenzbörse http://www.assistenzboerse.de und finden Sie bei den Stellenangeboten einen interessanten Arbeitsplatz oder informieren Sie sich generell zur persönlichen Assistenz.

 

Sie können auch bei unserer Beratungsstelle unter folgender Telefonnummer 

089 / 230 22 64 10 Informationen zur Tätigkeit als persönliche Assistenz erhalten.

 

 

Ihr VbA-Team

 

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